Alte Kirche

1316 wird erstmals urkundlich eine Kirche in Malberg erwähnt. 1570 wird in den Akten des Bistums Trier eine dem heiligen Quirinus geweihte Kapelle genannt, die vermutlich schon damls an gleicher Stelle stand.

Im Jahre 1749 begann der Malberger Schlossherr von Veyder mit der Eisenverhüttung und immer mehr Menschen strömten nach Malberg. Man errichte im Jahre 1755 an der heutigen Ecke Schlossstraße/An der Alten Kirche einen kleinen zweiachsigen Sakralbau im Stil der Zeit. Doch nach wenigen Jahrzehnten wurde das neue Kirchlein zu klein. Man traf mit den damalige Schlossherren eine Übereinkunft, dass man die Schlosskapelle mitnutzen konnte. Die Schlosskapelle wurde zur Pfarrkirche und im Jahre 1826 um eine Achse vergrößert.

Die alte nutzlos gewordene Kirche wurde verkauft und 1833 profaniert. Das im Giebel eingebaute Scheunentor ist bis heute Zeuge der weiteren Nutzung. So fristete die alte Kirche über 150 Jahre ein Dasein als Scheune, Lagerhalle und Garage. Durch die fehlende Unterhaltungspflege begann die Ex-Kirche langsam zu zerfallen.

1987 wurde das heruntergekommene Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und bekam 2002 einen neuen Eigentümer, den kunstsinnigen Lehrer und Antiquitätensammler Alois Keppers.

Nachdem Keppers die Kirche erworben hatte, begann er sofort mit der Restaurierung des alten Gemäuers. Als erstes musste das Kleinod vor dem Einsturz bewahrt werden. Nachdem die Bausubstanz gerettet worden war, machte sich Keppers an die Instandsetzung der Innenausstattung. Dabei wurden sechs bleiverglaste Fenster neu eingesetzt. Bei der Renovierung kamen unter der Kalkung bedeutende Fresken zum Vorschein.

Die alte Kirche ist ein zweiachsiger Saalbau mit stark eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor. Die glatt verputzten Wandflächen werden nur durch die großen Rundbogenfenster und gequaderte Eckverzahnungen an der Giebelseite gegliedert.