Partnergemeinde Fénétrange

Wenn man das kleine Lothringische 800 Einwohner-Örtchen Fénétrange betritt, fühlt man sich zurückversetzt ins Mittelalter. Enge, verwinkelte Gassen, eine mittelalterliche Kirche und eine 700 Jahre alte Burg vermitteln dem Besucher das Gefühl stillgestandener Zeit.

Rund 40 Kilometer südlich von Saarbrücken liegt der Ort Fénétrange der zu deutsch Finstingen heißt. Da haben wir auch schon den direkten Bezug zu Malberg. Denn in der Malberger Burg erblickte Anfang des 13. Jahrhunderts der spätere Trierer Erzbischof Heinrich II. von Finstingen das Licht der Welt. Dieser Heinrich war es, der 1276 den Bau des Kollegiatstiftes in Kyllburg anordnete.

Die engen geschichtlichen Zusammenhänge Malberg-Finstingen ließen die beiden Gemeinden 1974 eine Gemeindepartnerschaft schließen die bis heute lebendig ist.

Wörtlich bedeutet Fénétrange „Haus am Rande einer Kurve“ (vom keltischen „Fenstrainch“). Der lateinischer Name Philestangia wurde später germanisiert in Vinstingen.

Im Mittelalter war Fénétrange Hochburg und Sitz einer Baronie. Um 1444 gründete die Witwe von Jean de Fénétrange, Béatrix d’Ogévillers, die Stiftskirche Saint-Pierre mit neun Domherren und vergrößerte den Chor der Kirche im Jahre 1463. Durch die Reformation wurden die Chorherren im Jahre 1565 vertrieben. Die Kirche wurde protestantisch und die Familie von Croy-Havré errichtete eine katholische Kapelle auf der Burg.

Im zweiten Weltkrieg erlitt Fénétrange einige Schäden. In den Jahre 2007/08 konnte die alte Burg renoviert werden. Sie beherbergt ein kleines sehenswertes Heimatmuseum.